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Buttelstedt – Rastenberg: durchs idyllische Scherkondetal zur Finne (Teil 1)

Die Strecke von Buttelstedt nach Rastenberg wurde vorrangig auf Initiative des Kurortes Rastenberg gebaut. Jedoch zeigte sich schon bald, dass die Erträge auf dieser nördlichsten Teilstrecke weit hinter den Erwartungen zurückblieben. So war sie auch das erste "Opfer" der Bachsteinschen Sanierungsbemühungen. Offiziell endete hier 1923 der Bahnbetrieb, jedoch wurde die Strecke bis Guthmannshausen bis 1925 betriebsfähig gehalten, um den Anschluss zu den Zuckerfabriken in Straußfurt und Walschleben zu ermöglichen. Die Zuckerfabrik in Großrudestedt existierte nur bis 1924. Als die Betriebskosten die jährlichen Einnahmen der Rübenkampagne überschritten, wurde auch die "Anschlussbahn" abgebaut./Quelle: "Die Laura, Die Buchenwaldbahn", Fromm/Rockstuhl, B.Langensalza, 2005/

Ausfahrt Buttelstedt

In Bildmitte liegt die ehemalige Ausfahrt nach Rastenberg. Dann ging es rechts in mehreren Kurven talwärts nach Krautheim. Links ging die Großrudestedter Trasse entlang.

Foto:  U.Rau, 2006

 

 

Ausfahrt Buttelstedt

Vom Bahndamm nach Großrudestedt unmittelbar nach der Rastenberger Ausfahrt blickt man hinunter in das Scherkondetal. Die Rastenberger Trasse müsste etwa hier im Bild links den Feldweg gekreuzt haben und machte dann einen großen Rechtsbogen über das Feld. Für die Trasse musste das Gelände teilweise abgetragen werden. Etwas weiter unten, unterhalb der rechten Baumgruppe kreuzte die Trasse erneut den Feldweg und dann ein weiteres Mal, bevor es dann querfeldein nach Haindorf ging. Später wurde die Trasse eingeebnet.

Foto:  U.Rau, 2006

 

Trasse vor Haindorf

Kurz vor Haindorf taucht diese Böschung auf, unterhalb derer die Trasse nach Rastenberg verlief. Möglicherweise war auch der unmittelbar vorherige Abschnitt der ehemaligen Strecke derartig trassiert. Rechts die Landstraße und links im Hintergrund lugt die Haindorfer Kirche hervor.

Foto:  U.Rau, 2006

 

 

 

Ehemalige Trasse vor Haindorf

Die Trasse der WRE führte hier links neben der Straße entlang.

Foto:  U.Rau, 2006

 

 

 

 

 

Ortsdurchfahrt Haindorf

Die Trasse der WRE führte hier von Buttelstedt kommend an Haindorf vorbei nach Rastenberg. Nächster Haltepunkt war die außerhalb gelegene Station Krautheim. Im Hintergrund "verliert" sich die Strecke im Acker. Blick in Richtung Großbrembach.

Foto:  U.Rau, 2002

 

 

 

 

 

Bei Haindorf

Bei Haindorf vor der Haltestelle Krautheim wurde die Scherkonde auf dieser Brücke überquert. Die Straße im Hintergrund führt nach Krautheim.

Foto:  U.Rau, 2006

 

 

 

Ehemalige Haltestelle Krautheim

Etwas außerhalb lag auch diese Station. Sie ist 2006 noch bewohnt. Im Vordergrund führte die Trasse links nach Rastenberg. Noch ein paar hundert Meter und die Trasse verschwindet im Stausee Großbrembach. Das Scherkondetal war geprägt von Rübenanbau und Streuobstwiesen und war ein beliebtes Ausflugsziel.

Foto:  U.Rau, 2005

 

Ehemalige Haltestelle Krautheim

Die Rückseite präsentiert sich völlig zugebaut. Es ist eine Frage der Zeit, dann ist wohl auch dieses Gebäude zerfallen.

Foto:  U.Rau, 2006

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Bei Haindorf

Die Bahntrasse bei Haindorf wird heute von Apfelbäumen markiert. Rechts geht es nach Großbrembach.

Foto:  U.Rau, 2006

 

 

 

Im Scherkondetal

Nach wenigen Metern verliert sich die Trasse im Uferdickicht des Stausees von Großbrembach. Rechts unter dem Baum kann man noch einen Streckenstein erkennen.

Foto:  U.Rau, 2006

 

 

Stausee Großbrembach

Heute liegt ein großer Teil des Scherkondetales versunken im Stausee.

Foto:  U.Rau, 2006

 

 

Großbrembach

Etwa am Fuße der  Staumauer entstand dieses Foto. So muß es auch einst im Scherkondetal ausgesehen haben: Felder, Wiesen, Bäume. In Bildmitte auf Höhe der mittleren Scheune lag der Bahnhof.

Foto:  U.Rau, 2006

 

 

Bf.  Großbrembach

Rechts befand sich der Bahnhof. Er hatte keinen Wohntrakt. Die Gebäude links befinden sich auf der alten Trasse. 1928 wurde das Bahnhofsgebäude abgetragen und etwas verändert wenige Meter entfernt wieder aufgebaut. Darin befand sich dann eine Rot-Kreuz-Station. Das Gebäude steht heute leer.

Foto:  U.Rau, 2006

 

 

 

 

Bf.  Großbrembach vor 1923

Eine seltene Reproduktion zeigt den Betriebsalltag auf der nördlichen Teilstrecke – hier in Großbrembach. Die Lokomotiven fuhren stets mit dem Führerhaus voran nach Weimar. Links, wo die Güterwagen stehen, müsste heute der BHG-Lagerschuppen stehen. Das Empfangsgebäude hatte keinen Wohnanbau, da der Bahnhof mitten im Ort lag. Die Gleisanlagen waren sehr einfach: eine Ladestraße mit Güterrampe und Ladegleis genügten für den spärlichen Güterverkehr. Hauptsächlich wurden Kohlen und landwirtschaftliche Produkte transportiert. Die Aufnahme entstand in entgegengesetzter Blickrichtung zur oberen Abbildung.

Repro:  G. Karpe/Slg.: U.Rau

Trasse Großbrembach

Die Strecke nach Rastenberg ist heute bebaut. Diese Scheune im Dorf steht auf der alten Trasse, welche etwa parallel zur Straße verlief. Auch das Gebäude im Hintergrund rechts steht auf der ehemaligen Trasse. Links ging es quer durch den Ort nach Rastenberg. Solche Wellblechbuden dienten oft als Lager in Bahnhöfen oder Haltestellen von Kleinbahnen, waren aber bei der WRE/WGE nicht in Verwendung. Mittlerweile ist auch sie Geschichte.

Foto:  U.Rau, 1998

• Buttelstedt – Großbrembach

Großbrembach – Guthmannshausen

Guthmannshausen – Rastenberg

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