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Anschlussbahn zur Gewerkschaft Rastenberg (1435 mm; 1910–1924) Bauzeitraum: 1910, Spurweite: 1435 mm, Länge: 5,45 km Bahnbaugesellschaft: wahrscheinlich: Centralverwaltung für Sekundärbahnen Herrmann Bachstein GmbH, Berlin Betriebsführer: Centralverwaltung für Sekundärbahnen Herrmann Bachstein GmbH, Berlin (1910–1932) 1907 wurde bei Rastenberg ein Kalischacht abgeteuft. Weitere Schachtanlagen entstanden in Folge bei Lossa und Bernsdorf. Diese Schächte waren über Feldbahnen mit dem Rastenberger Schacht verbunden. Die Feldbahnen hatten eine Spurweite von 600 mm und wurden schon für den Bau der Anlagen als Transportmittel genutzt/1/. Als Betriebsmittel kamen Dampflokomotiven, wie sie beim Tontransport und Eisenbahnbau üblich waren, zum Einsatz. Ein Anschluss zur regelspurigen Bahnlinie Kölleda–Laucha (Eröffnung 1914) kam nicht zustande, obwohl sie für den Kalitransport unter anderem gebaut wurde. Außerdem konnte das Kalisalz nur in der Gewerkschaft Rastenberg verarbeitet werden. Der Transport erfolgte von Billroda über eine Normalspurbahn (auch: "Gewerkschaftsbahn") nach Rastenberg und dann nach Umsetzen der Lokomotive weiter nach Buttstädt zum Staatsbahnhof. Die Buttstädt-Rastenberger Eisenbahn, die von der Bachsteinschen "Centralverwaltung" geplant und gebaut wurde, transportierte für die Gewerkschaft bis zur Schließung im Jahr 1924. Nach Aussagen eines Zeitzeugen soll der letzte Zug die Anschlussbahn im Jahr 1932 befahren haben. Der Verlust der Transporteinnahmen war für Bachstein so immens, dass er eine Schließung der Buttstädt-Rastenberger Eisenbahn beantragte. Ende 1932 wurde der Betrieb eingestellt, 1933 unter der Leitung eines privaten "Zweckverbandes" aber weitergeführt. Nachweislich haben von 1944 bis 1945 im Schacht "Burggraf" Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald in der Rüstungsproduktion gearbeitet (Außenlager Gustloff-Werke)/2/3/. Die Trasse der Anschlussbahn ist heute nahezu komplett als Feld- oder Waldweg erhalten. Leider wurde der bekannte Viadukt im "Tiefen Tal" 2002 abgerissen und somit nicht nur die Trasse unterbrochen. Somit konnte auch ein markantes Bauwerk der Güterbahn der Nachwelt leider nicht erhalten bleiben. Doch ein Ausflug in die herrlichen Laubwälder der Finne ist allemal zu empfehlen, besonders im Spätsommer! |
| Quellen: 1 www.unterirdisch.de, 2 "Der Bahnknoten Sömmerda und seine Strecken", Vlg. Rockstuhl, 3 Andreas Ilse sowie Transpress-Verlag und ITS |
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Bahnhof Rastenberg Rastenberg war Ausgangspunkt der Anschlussbahn. Die Gleise lagen dort, wo jetzt die Garagen stehen. Links noch ein Blick auf das ehemalige Schmalspurgelände. In Bildmitte das ehemalige Empfangsgebäude. Ganz hinten, teilweise verdeckt, der Lokschuppen. Die Finne im Hintergrund, ein kleiner Höhenzug, lädt stets zum Wandern und Radeln ein. Foto: U.Rau, 2006 |
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Brücke über die Lossa Nur noch die Widerlager sollen von der Anschlussbahn stammen. Der Überbau ist nach Günter Fromm jüngeren Datums. Rechts geht es zum Schacht. Foto: U.Rau, 2006 |
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Trasse am Kapellenberg Während es links nach Buttstädt geht (im Hintergrund; Lossatal), schwenkt die Anschlussstrecke am Fuße des Kapellenberges (rechts) nach Osten. Foto: U.Rau, 2006 |
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An der Pferdekoppel Foto: U.Rau, 2006 |
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Im Einschnitt bei
Rastenberg Ein langer Einschnitt folgt nach etwa einem Kilometer. Blick geht zurück nach Rastenberg. Foto: U.Rau, 2006 |
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Blick ins Sömmerdaer
Land Vorne die ehemalige Trasse der Anschlussbahn, hinten rechts der oben erwähnte Einschnitt und der Blick streift weiter über Hardisleben, Mannstedt bis zum Ettersberg am Horizont. Foto: U.Rau, 2006 |
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Anschlussbahn zur
Gewerkschaft Rastenberg Hier sieht man den Verlauf der Trasse hinter Rastenberg am Fuße des Schlittenberges (links). Im Hintergrund die Finne. Foto: U.Rau, 1995
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"Tiefes Tal" Hier verlässt der Feldweg die ehemalige Trasse, die weiter geradeaus und dann in linker Hanglage dem Talverlauf folgt. Hier beginnt der Staatsforst Hardisleben. Foto: U.Rau, 2006
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Durchlass Der einzige Durchlass der Anschlussbahn befindet sich etwa am Kilometer 2,0 am Eingang zum "Tiefen Tal". Foto: U.Rau, 2006
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Einschnitt am Beginn
des "Tiefen Tales" Sehr idyllisch ist es hier zwischen Rastenberg und Billroda. Der Laubwald hat zu jeder Jahreszeit seine Reize. Hier oberhalb der Teiche musste für die Trasse ein Geländeeinschnitt angelegt werden. In Blickrichtung liegt Buttstädt. Foto: U.Rau, 2006
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Ehemaliges Viadukt im
"Tiefen Tal" Zwischen Rastenberg und Lossa führte die Trasse durch die Finne, einem kleinen Höhenzug zwischen Rastenberg und Eckartsberga im heutigen Burgenlandkreis. Im "Tiefen Tal", etwa 3 km von Rastenberg entfernt, wurde einer der zahllosen Wege auf einer Betonbrücke überquert. 2002 wurde das bekannte Viadukt abgebrochen. Links geht es nach Rastenberg, rechts in Richtung Billroda. Foto: U.Rau, 1995
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Das Viadukt
während des Baues 1910. Auf der hölzernen Hilfsbrücke fuhr die Feldbahn
Material heran. Das Bild entstand vom gleichen Standort
aus wie das folgende. Repro: Slg. U.Rau
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Das Viadukt vor
dem Abriss. Ansicht von der östlichen Seite (wie vorheriges Bild). Die Trasse führte
rechts zur
Gewerkschaft. Foto: U.Rau, 2002
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Trasse der
Anschlussbahn im "Tiefen Tal" Oberhalb des Tales – unweit vom ehem. Viadukt – verläuft die Trasse leicht ansteigend zum Schacht. Blick nach Rastenberg. Foto: U.Rau, 2006
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Trasse der Anschlussbahn zur
Gewerkschaft Rastenberg In einer langen Steigung geht es aus dem "Tiefen Tal" heraus auf die Höhen der Finne bei Billroda. Verlief die Trasse bis hierher in östlicher Richtung, so schwenkt sie jetzt nach Nordwesten. Nach etwa 1,5 Kilometern ist der Schacht erreicht. Foto: U.Rau, 2006
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Auf dem Bahndamm vor
der Gewerkschaft Die letzten Meter vor der Gewerkschaft lag die Trasse auf einem Bahndamm. Hinter der Kurve wurde die Schachtstraße gekreuzt und dann war der Schachtbahnhof erreicht. Von rechts, hier von den Bäumen verdeckt, näherte sich einst die Trasse der Feldbahn, über welche das Kalisalz der Gewerkschaften "Reichskrone" bei Lossa und "Burggraf" bei Bernsdorf herangefahren wurde. Foto: U.Rau, 2006
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Trasse der
Anschlussbahn Gleich ist die ehemalige "Gewerkschaft Rastenberg" erreicht. Die Finne zeigt im September 2006 das herrliche Grün des Laubwaldes. Links, nicht im Bild, führte die Feldbahntrasse heran (siehe "Reichskrone"). Foto: U.Rau, 2006
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