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Mannstedt–Buttstädt: Gleisdreieck

Die Stadt Buttstädt wollte schon vor dem Bahnbau direkt an die Strecke nach Rastenberg angeschlossen werden – jedoch scheiterte dieses Vorhaben an der Finanzierung. Später griff man den Gedanken erneut auf und errichtete eine knapp drei Kilometer lange Stichstrecke, deren Ausgangspunkt Mannstedt war. Die Strecke war betrieblich gesehen ein Kuriosum: Züge von und nach Rastenberg fuhren ab 1891 nun über Buttstädt. Dazu wurde zwischen Mannstedt und Hardisleben ein Gleisdreieck gebaut. Somit war nun auch Buttstädt an die WRE angeschlossen und es existierte nun eine vierte Übergangsmöglichkeit von Personen und Gütern zur Staatsbahn. Als Bachstein aber 1910 wegen des zu erwartenden hohen Güterverkehrs von den Kalischächten die regelspurige Buttstädt-Rastenberger Eisenbahn baute, wurde diese Zweigstrecke überflüssig und nach nur neun Jahren Betriebszeit stillgelegt./Quelle: "Die Laura, Die Buchenwaldbahn", Fromm/Rockstuhl, B.Langensalza, 2005/

Mannstedt

Hier, wenige Meter hinter dem Standort des Fotografen, überquerte die "Laura" die Straße und umfuhr den Ort nördlich.

Blick in Richtung Buttstädt.

Foto:  U.Rau, 2002

Am Gleisdreieck

Die Trasse aus Mannstedt kam hier betrachtet von der rechten Straßenseite, kreuzte diese etwa dort, wo die Senke ist und führte durch einen kleinen Geländeeinschnitt südlich in Richtung Buttstädt. Die Trasse lag vor der Lossabrücke einst auf einem Bahndamm.

Foto:  U.Rau, 2006

Am Gleisdreieck

Die gleiche Situation aus der Gegenrichtung. Hier müsste der abzweigende Streckenast Mannstedt–Buttstädt gelegen haben. Rechts die Mulde wo einst der Einschnitt lag. Links bei den Sträuchern lag die Trasse nach Rastenberg. Sie schwenkte etwa in Höhe des Verkehrsschildes (kurz davor lag der Rastenberger Gleisschenkel) links auf einen Bahndamm, passierte auf einer Brücke einen Feldweg und verlief weiter parallel zur Straße nach Hardisleben. Die Straßengräben entstanden erst in jüngster Zeit. Im Hintergrund lugt Hardisleben und die Finne hervor.

Foto:  U.Rau, 2006

Ehem. Trasse nach Buttstädt nahe Voigts-Mühle

Die Bäume im Hintergrund markieren den Verlauf der Lossa. Rechts die Bäume säumen den Feldweg, der bis hierher entlang der Trasse verlief. Rechts müsste nach Auswertung alten Kartenmaterials die Kreuzung der Schmalspurstrecke gelegen haben, dann ging es in Richtung des Fotostandortes quer über das Feld. Die Gebäude der an der Lossa errichteten und zu Mannstedt gehörenden ehemaligen Voigtsmühle werden heute noch genutzt.

Foto:  U.Rau, 2006

 

Blick nach Mannstedt

Etwa von der Straße nach Rastenberg hat man diesen Blick auf einen Bahndammrest und das Dorf Mannstedt, dem Ausgangspunkt der Strecke.

Foto:  U.Rau, 2006

 

Bahndamm bei Buttstädt

Ein kleiner Rest des Bahndammes der 1910 eingestellten Schmalspurstrecke blieb erhalten. Hinten am Bahndamm ist noch eine Kreuzung mit einem Feldweg erhalten geblieben. Dieser führte zur Ölmühle bei Mannstedt, die aber heute nicht mehr existiert.

Foto:  U.Rau, 2006

 

Bahndamm bei Buttstädt

Blick von der Auffahrt des Feldweges zum Bahndamm. Deutlich ist hier das Dammprofil zu erkennen. Aus dem Lossatal nach Buttstädt musste eine erhebliche Steigung überwunden werden.

Foto:  U.Rau, 2006

 

Trasse bei Buttstädt

An dieser Stelle kreuzte die "Laura" die Straße nach Rastenberg. Die Trasse ging rechts neben dem Gehölz noch etwa 200 Meter weiter und machte dann einen 180°-Bogen zum Kleinbahnhof. Diese U-förmige Trassierung war nötig, um eine Senke zu umfahren. Die Trasse vor der Straße wurde abgetragen.

Foto:  U.Rau, 2006

 

Gemauerter Durchlass

Kurz vor Erreichen des Bahnhofes Buttstädt überquerte die "Laura" auf einem Damm eine Niederung. Im Damm, der teilweise noch erhalten ist, befindet sich dieser schöne Durchlass für einen Bach. Blick von Osten.

Foto:  U.Rau, 2006

 

Kleinbahnhof Buttstädt 1994

Das Empfangsgebäude wich wie das Rastenberger Gebäude deutlich von den Bauten der WRE ab. Die Gleise endeten links neben dem Gebäude. Dann vollzog die Trasse bis 1910 einen großen Bogen um ein kleines Tal zu umfahren, kreuzte die Straße nach Rastenberg und erreichte nach knapp zwei Kilometern Mannstedt über ein Gleisdreieck.

Rechts liegen die Gleisanlagen des Buttstädter Normalspurbahnhofes (Strecke Straußfurt–Großheringen).

Foto:  U.Rau, 1994

Kleinbahnhof Buttstädt heute

Nur das Obergeschoss wurde modernisiert. Die markanten Fenster auf der Straßenseite sind verschwunden.

Foto:  U.Rau, 2002

 

 

Kleinbahnhof Buttstädt Gleisseite

Hier lagen einst die Bahnhofgleise der "Laura". Ein überdachter Bahnsteig befand sich links.

Foto:  U.Rau, 2002

 

 

Kleinbahnhof Buttstädt, Nebengebäude

Erhalten blieb auch diese Nebengebäude der WRE (Abtritte, Schuppen). Links waren die Gleisanlagen.

Rechts liegen die Gleisanlagen des Buttstädter Normalspurbahnhofes (Strecke Straußfurt–Großheringen).

Foto:  U.Rau, 2002

 

 

 

Kleinbahnhof Buttstädt

Das WRE-EG ist ganz hinten noch zu erkennen

Mit diesem Bild möchte der Autor einstimmen auf die Streckenbegehung der Buttstädt-Rastenberger Eisenbahn ("Zwecke"). Diese Wellblechbude steht noch heute neben dem ebenfalls erhaltenen Kleinlokschuppen im Bahnhof Buttstädt. Im Kleinlokschuppen war die Rangierlok des Bahnhofes untergebracht. Mit der Kleinbahn "Zwecke" hatten beide Gebäude nach derzeitigem Erkenntnisstand nichts zu tun.

Foto:  U.Rau, 2002

Rangierlokschuppen

Den Abschluss bildet ein Foto dieses schönen Ensembles aus dem Bf. Buttstädt, welches man noch heute bewundern kann. Rechts hinter dem Zaun lag der Kleinbahnhof. Reisende nach Rastenberg/Buttelstedt mussten den Bahnübergang hinten im Bild benutzen. Eine Fußgängerbrücke gab es nicht.

Foto:  U.Rau, 2002

 

 

 

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