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Weimar-(Buttelstedt)-Rastenberger Eisenbahn (W.R.E.)

Betriebsführer/Eigentümer: Weimar-Rastenberger Eisenbahn-Gesellschaft (1887–1897); Betriebsabteilung Thüringen der Centralverwaltung für Sekundärbahnen Herrmann Bachstein GmbH, Berlin (1897–1923), Bauzeitraum: 1886–1887/1890*, Spurweite: 1000 mm, Strecken: Weimar–Buttelstedt: 14,68 km, Buttelstedt–Großrudestedt: 19,55 km, Buttelstedt–Rastenberg: 16,80 km, *Mannstedt (Gleisdreieck)–Buttstädt: 2,83 km, Bahnbau: Soenderop&Co., Berlin

Weimar-(Buttelstedt)-Großrudestedter Eisenbahn (W.G.E.)

Betriebsführer:  Betriebsabteilung Thüringen der CV, Eigentümer: Theag (Thüringer Eisenbahn AG, Tochtergesellschaft der Centralverwaltung für Sekundärbahnen Herrmann Bachstein GmbH, Berlin) von 1924–1946, Strecken: Weimar–Buttelstedt: 14,68 km, Buttelstedt–Großrudestedt: 19,55 km, Umbau Dreischienengleis: Weimar Hbf–Schöndorf: 4,00 km, Bahnbau: 1938 (bis W.-Nord), 1943 (bis Schöndorf): Centralverwaltung für Sekundärbahnen Herrmann Bachstein GmbH, Berlin

Streckenbeschreibung:

Weimar – Schöndorf: Dreischienenabschnitt (Teil 1)

Schöndorf – Buttelstedt: schmalspurig ins Weimarer Land (Teil 1)

Weimar-(Buttelstedt)-Rastenberger Eisenbahn: Die Strecke von Weimar nach Buttelstedt war die bedeutendste Teilstrecke im Netz der Sekundärbahn (schmalspurige private Bahnen mit vereinfachten Vorschriften für Bau und Betrieb), da in Buttelstedt einige der wenigen wichtigen Bahnkunden wie die Ziegelei und die BHG existierten. Auch war der Personenverkehr, besonders zu den Markt- und Theatertagen recht hoch.

Weimar-(Buttelstedt)-Großrudestedter Eisenbahn: Die Strecke blieb auch nach der Eingliederung in die Theag unrentabel – wichtige Sanierungsmaßnahmen blieben aus. Was auch blieb war die Bedeutung der Strecke nach Buttelstedt. Die Strecke nach Rastenberg wurde stillgelegt. Der Güterverkehr nach Weimar-Nord (Sekundärbahnhof) wurde bis 1937 über die Schmalspurbahn, dann bis 1945 über die normalspurigen Gleise der als "Buchenwaldbahn" bekannten Anschlussbahn betrieben./Quelle: "Die Laura, Die Buchenwaldbahn", Fromm/Rockstuhl, B.Langensalza, 2005/

Weimar Thüringer Bahnhof 1900

Ein Dankeschön an das Fotoatelier Louis Held (Inh. E. Renno) aus Weimar für die Freigabe dieser schönen Aufnahme des alten Bhf. Weimar zur Zeit der W.R.E.

Die Gleise der alten Stammbahn der Thüringischen Eisenbahn-Gesellschaft gehörten seit 1882 zum Staat Preußen. Die Verstaatlichung führte zum Umbau der Hauptstrecke. Weimar war ab 1887 Ausgangspunkt der Schmalspurbahn nach Rastenberg. Links sieht man die Umladehalle und einen Personenwagen Ci oder BCi, von dem ein Exemplar (Kasten) heute in Georgenthal steht. Das Streckengleis zum Sekundärbahnhof müsste entlang der Einzäunung verlaufen sein. Vorn eine preußische P 3 vor einem Personenzug.

Foto:  L. Held, 1900 (mit freundlicher Unterstützung von Fotoatelier L. Held, Inh. E. Renno)

Diese Aufnahme ist als Postkarte erhältlich.

Weimar Staatsbahnhof

Jahrzehnte später gehörte die Sekundärbahn zur Theag und der Bahnhof in Weimar hatte sein Antlitz verändert. Deutlich erkennt man, dass das neue EG zur Stadtmitte hin versetzt wurde, um Platz für weitere Bahnsteiggleise zu schaffen. Aus dem Archiv von Louis Held stammt diese Aufnahme vom Stellwerk auf den neuen Bahnhof in den zwanziger Jahren. Abgesehen vom Stellwerk und dem Gleisbild, sieht der Bhf. heute noch so aus.

Rechts hinten am Bildrand lag die Haltestelle der mittlerweile zur Theag gehörenden Sekundärbahn (Weimar-Buttelstedt-Großrudestedter Eisenbahn).

Foto:  L. Held (mit freundlicher Unterstützung von Fotoatelier L. Held, Inh. E. Renno), Slg.: U.Rau

View to the main station in the early twenty years. The WGE-line ended right in the background.

Die Unterführung zur Haltestelle ("Rastenberger Tunnel")

Der Tunnel ersetzte nach dem Umbau des Bahnhofes Weimar die alte Eisenbrücke zum Bahnsteig der Sekundärbahn (siehe Bild oben). Die Unterführung ist heute noch vorhanden. Durch sie gelangte man zur Hst. der Privatbahn. Heute dient sie noch als Verbindung nach Weimar Nord. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war der Tunnel gesperrt aufgrund von Bauarbeiten.

Foto:  U.Rau, 2008

The passenger tunnel at the main station.

 

Der Rastenberger Bahnsteig

Nördlich der Gütergleise im Bahnhof Weimar lag das Bahnsteiggleis der "Laura" – etwa dort, wo der Güterwagen steht. Vor der Halle rechts ist heute noch der Eingang zum Fußgängertunnel, der weiterhin genutzt wird.

Foto:  U.Rau, 1994

To the north of the good tracks the platform track "of" the Laura lay in the station Weimar where the freight car stands approximately there. Today, the hall is in front of still the receipt to the pedestrian tunnel which is of use furthermore on the right.

Doppelkreuzweiche

Die DKW im Zustand 2002. Heute liegen nur noch Reste.

Foto:  U.Rau, 2002

 

Trasse nach Weimar-Nord

Ab 1938 führte ein Dreischienengleis bis zum Bhf. Weimar Sec. (später W.-Nord). Das aufwendige Umladen auf schmalspurige Wagen konnte entfallen. Die "Centralverwaltung für Sekundärbahnen Herrmann Bachstein" (CV) war auch an der Industrie- und Handelsgesellschaft (Inhag) beteiligt, die ein Anschlussgleis (rechts oben) betrieb. Den Höhenunterschied zum ehemaligen Bhf. Weimar-Nord kann man an der Mauer rechts gut erkennen.

Foto:  U.Rau, 2005

A three splinting track led till to Schöndorf as of 1938. Reloading expensively on narrow-gauge cars could escape.

Inhag-Anschluss

Seit 1938 existiert dieses Gleis. Es diente vielen Betrieben im Norden Weimars als Bahnanschluss. Auf recht simple Art und Weise sparte man so Platz und Kosten und konnte die Bahn als Transportmittel lukrativ machen. Lediglich ein kleiner Rest davon blieb bis 1995 für einen Schrotthändler in Betrieb.

Foto:  U.Rau, 2006

This track exists since 1938. It served many factories in the north Weimars as train connection. A small rest of this merely remained in operation to 1995.

–> Gleisplan

Anschluss Schrotthandel Albert Fernkorn

Das Gleis war von 1989 bis 1996 in Betrieb. Der Schrotthandel transportiert heute über die Straße. Links im Hintergrund das Empfangsgebäude und der Speicher.

Foto:  U.Rau, 2002

Ehemaliger Raiffeisen-Anschluss

Die ehemalige Raiffeisen-Genossenschaft hatte ab 1938 einen eigenen Gleisanschluss für normal- und schmalspurige Fahrzeuge auf getrennten Gleisen. Heute liegen noch Reste des Normalspurgleises. Der letzte Nutzer war ein Holzhändler und die BHG.

Foto:  U.Rau, 2006

The former Raiffeisen company had an own connection track for normal and narrow-gauge vehicles on separate tracks since 1938. Today, rests of the normal track still lie. The main track to the central station was behind the location of the yellow traffic road sign in the background. On the right besides this the Inhag company connection track lay up to 1995.

 

Links das Gebäude gehörte dem Holzhandel, rechts der Speicher der BHG.

Foto:  U.Rau, 2006

Another view to the former Raiffeisen company connection track.

 

 

Lokschuppen Weimar-Nord , Anschlussgleis

Links liegt das ehemalige Streckengleis der WGE (Buchenwaldbahn), welches 1992 nur noch gelegentlich befahren wurde. Vor dem Lokschuppen dient die Untersuchungsgrube längst als Müllhalde.

Foto:  U.Rau, 1992

 

Lokschuppen

Interessant anzusehen ist die Dachkonstruktion des ehemaligen Lokschuppens in Weimar-Nord.

Foto:  U.Rau, 2006

 

 

 

Lok 54 in Weimar-Nord

Diese Lok war die am längsten auf der Privatbahn eingesetzte Mallet-Maschine. Die Jung-Maschinen behielten alle ihre alte SHE-Nr., da die SHE wie die WGE zur Bachsteinschen CV gehörten. Lok 53 bis 55 waren bis 1946 im Einsatz.

Die Aufnahme stammt noch aus der Zeit vor dem Bau der Anschlussbahn.

Repro: Slg. U.Rau

The engine Nr. 54 in Weimar in the early forty years.

 

Lokschuppen

Zu WRE-Zeiten stand an seiner Stelle der einständige Lokschuppen der Schmalspurbahn. Dieser, für die auf der Buchenwaldstrecke eingesetzte(n) Lokomotive(n) der Baureihe 92 und 93, wurde 1943 gebaut und wird heute als Werkstatt genutzt. Hinten sieht man das ehemalige Raiffeisensilo und den Schrotthandel, der 1992 der letzte verbliebene Nutzer der spärlichen Gleisanlagen war. Links war das EG. Das Gleis im Vordergrund wurde zuletzt von der Palettenwerkstatt genutzt. Von Gras überwuchert ist das Streckengleis nicht mehr zu erkennen.

Foto:  U.Rau, 1992

The remise of the narrow-gauge railroad stood in his situation by WRE times. Later - 1943 - a greater engine shack was nessesary.

Rastenberger Bhf., Sekundärbhf., Bhf. Weimar-Nord

Erstes Relikt der alten Weimar-Rastenberger Eisenbahn ist das alte EG am km 0,5. Weniger bekannt dürfte sein, dass der Sekundärbahnhof in Weimar in alten Plänen als "Rastenberger Bahnhof" abgedruckt war – so auf einem Stadtplan von 1906. Dieses Gebäude existiert heute leider nicht mehr in dieser Form. Rechts befand sich im Gebäude ein Güterboden, daher ist dieser Trakt etwas größer. Viele Jahre war das EG ungenutzt. Dann erwarb ein Händler Teile des Geländes und richtete sich im alten EG ein. Verdeckt dahinter steht der alte Lokschuppen der "Buchenwaldbahn".

Foto:  U.Rau, 1994

This WRE-building unfortunately doesn't exist today in this form any more.

Ehemaliger Bf. Weimar-Nord

Ein sehr schönes Foto aus den frühen neunziger Jahren, als noch der Schrotthandel bedient wurde. Die Gleise lagen noch bis zum Kilometer 1,0 etwa. Rangiert wurde aber nur im unteren Bf.-Gelände. Links zweigt das Anschlussgleis zum Speicher (ehem. Raiffeisen) ab, wurde aber 1992 nicht mehr bedient.

Foto:  Hans-Jürgen Schulze, 1992

A view to the former station "Weimar north" in 1992 when still scrap metal trade was served. The rails still lay up to the kilometre 1.0 possibly. On the left the former Raiffeisen company connection track, was not served in 1992 any more.

Wie die Zeiten sich ändern. Das gesamte Gleisareal ist heute bebaut oder dient als Stellplatz. Links der Lokschuppen und rechts das alte Bahnhofsgebäude, welches nur noch zum Teil erhalten ist. Das Bahnhofsgelände ist heute ein Gewerbegebiet. Lobenswert ist, dass die Bäume noch stehen und das einstige Bahnflair erhalten ist.

Foto:  U.Rau, 2002

The former station "Weimar-Nord" today. How the times change....!

Speicher und Lokschuppen

Heute sieht es hier so aus: der Lokschuppen ist saniert und die Toreinfahrt verputzt. Der markante Speicher steht noch – im Gegensatz zu seinem ehemaligen größeren "Kollegen" hinter dem alten Bw Weimar (er wurde im Frühjahr 2001 spektakulär gesprengt – Foto)

Foto:  U.Rau, 2006

 

 

• Weimar Hbf – Sekundärbahnhof

Sekundärbahnhof – Kleiner Ettersberg

Wohlsborn – Leuthenthal

Daasdorf – Buttelstedt

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